Wie man Linke abwürgt…

Das konnte man bei Maybrit Illner heute sehr gut sehen. Da Sahra Wagenknecht und Beate Klarsfeld zu Gast waren, dachte ich mir, dass ich mir die Sendung anschauen kann. „Frei sein, reich sein, deutsch sein -Was hält das Land zusammen?“ war das Thema der Sendung. Natürlich wurde auch über die Wirtschaftskrise geredet. Und es war schon sehr auffällig wie sehr Frau Illner darauf bedacht war, kein spontanes Gespräch aufbauen zu lassen, sondern alles schön gesteuert hat. Es durfte nur Reden, wer dazu aufgefordert worden ist. Sahra Wagenknecht wollte ein paar mal ungefragt etwas sagen und wurde prompt abgewürgt. Auch nach einer Internetfrage einer jungen Dame, ob ein demokratischer Sozialismus überhaupt funktionieren könnte, konnte Sahra Wagenknecht sehr gut antworten und wurde, als Maybrit Illner bemerkte, dass sie nicht in die Enge getrieben werden konnte, abgewürgt. Auffällig war, dass nur Sahra Wagenknecht abgewürgt worden ist, wenn sie etwas gefragt worden ist. Generell hat sie viel weniger gesprochen als sonst.
Anstatt Sahra Wagenknecht als linke Spinnerin oder undemokratische DDR-Nostalgikerin darzustellen, hat man diesmal versucht ihre Aussagen einzuschränken.
Damit disqualifiziert sich Maybrit Illner selbst als objektive Journalistin. Erstaunlicherweise war aus dem konservativen Lager nur Horst Seehofer, der für ein CSU-Mitglied eine ungewöhnliche soziale Ader hat, anwesend.

Diese Sendung kann auch als Beweis angesehen werden, dass dieses System nicht funktioniert und Menschen mit einem total überzogenen Vermögen kalte Füße bekommen (Maybrit Illner ist mit dem Telekom Chef liiert).
Wirklich basisdemokratisch war diese Sendung nicht, wenn ein Teilnehmer abgewürgt wird und man kein Raum für Diskussionen lässt.

Hier ist der Link der Sendung:
Video

Einfach auf Sendungen klicken, danach auch auf M und zum Schluss einmal nach rechts. Da sollte dann Maybrit Illner stehen und einfach auf den Beitrag „Frei sein, reich sein, deutsch sein?“.


2 Antworten auf „Wie man Linke abwürgt…“


  1. 1 Demokrake 28. Mai 2009 um 18:15 Uhr

    Sehr schöner Artikel, zwar schon etwas älter habs aber trotzdem erst vor kurzem gelesen und will nur einen kleinen Hinweis hinterlassen:
    Als Telekom Chef ist wahrscheinlich Rene Obermann gemeint, doch wenn man sich näher mit dem Wesen einer AG beschäftigt, was die DTAG ja nunmal ist, so wird man feststellen dass Rene Obermann der Vorstandsvorsitzende und nicht der Chef ist, denn einen solchen gibt es bei einer AG nicht wirklich, maximal representativ.
    Und nein dies ist nicht gleichwertig….wollt ich nur mal als Richtigstellung erwähnen

  2. 2 Mantelmann 28. Mai 2009 um 18:34 Uhr

    erst einmal vielen dank für das lob

    und danke für den hinweis
    ja ich meinte rene obermann mir ist der name nur nicht mehr eingefallen als ich den artikel geschrieben habe und da ich in sachen ag hierarchie nicht sehr viel weiß hab ich chef geschrieben aber jetzt weiß ich es besser ;-)

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